Thomas Herrholz: Wirtschaft, Handwerk und gute Arbeit | Wahlkreis 22

THEMA 8 · WAHLKREIS 22 · LANDTAGSWAHL 2026

Wirtschaft, Handwerk und gute Arbeit – welche Perspektiven braucht der ländliche Raum?

Der Wahlkreis 22 lebt von Handwerk, kleinen und mittleren Unternehmen, Dienstleistungen, Landwirtschaft und regionalen Arbeitsplätzen. Thomas Herrholz bringt nach seiner Biografie unternehmerische und technische Erfahrung mit. Ein aktuelles Beispiel aus Friedland zeigt, dass Wirtschaftspolitik vor Ort oft sehr konkret beginnt.

Regionale Wirtschaft ist mehr als ein Gewerbegebiet

Wirtschaft im ländlichen Raum besteht aus vielen unterschiedlichen Betrieben. Handwerker, Einzelhandel, Dienstleistungen, landwirtschaftliche Unternehmen, Pflegeanbieter, Tourismusbetriebe und technologieorientierte Firmen schaffen Arbeitsplätze und Ausbildung. Gerade kleine und mittlere Unternehmen prägen die örtliche Versorgung und tragen dazu bei, dass Menschen in der Region wohnen und arbeiten können.

Für diese Unternehmen zählen nicht nur Steuern oder Förderprogramme. Sie brauchen Fachkräfte, erreichbare Standorte, schnelles Internet, funktionierende Straßen, Energie, verlässliche Verwaltungsverfahren und eine Region, in der Beschäftigte gerne leben. Wirtschaftspolitik ist deshalb eng mit Bildung, Wohnen, Mobilität und Daseinsvorsorge verbunden.

Wenn ein Betrieb schließt, kann das in einem kleinen Ort stärker spürbar sein als in einer Großstadt. Es verschwindet möglicherweise nicht nur ein Arbeitgeber, sondern zugleich ein wichtiges Angebot. Umgekehrt kann eine erfolgreiche Gründung oder Unternehmensnachfolge einen Ort langfristig stabilisieren.

Thomas Herrholz bringt berufliche Erfahrung aus Technik und Unternehmensführung mit

Thomas Herrholz beschreibt auf seiner aktuellen Biografieseite einen beruflichen Weg als Elektroingenieur und Geschäftsführer beziehungsweise Führungskraft in einem technologieorientierten Unternehmen. Diese Erfahrung ist für wirtschaftspolitische Fragen relevant, weil sie Einblicke in Investitionen, technische Entwicklung, Personal und unternehmerische Verantwortung vermitteln kann.

Auch hier darf daraus kein fertiges wirtschaftspolitisches Programm konstruiert werden. Die Perspektive eines einzelnen Unternehmens ist nicht identisch mit den Bedingungen eines Handwerksbetriebs, einer Bäckerei, eines landwirtschaftlichen Unternehmens oder eines kleinen Dienstleisters. Landespolitik muss sehr unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen berücksichtigen.

Die interessante Frage ist deshalb, wie Herrholz seine praktische Erfahrung in politische Rahmenbedingungen übersetzen würde: Welche Bürokratie lässt sich vereinfachen? Welche Infrastruktur ist besonders dringlich? Wie können Fachkräfte gewonnen und Unternehmensnachfolgen erleichtert werden?

Friedland und die Bäckerfrage zeigen, wie konkret regionale Wirtschaft sein kann

Auf seiner Kandidatenwebsite greift Thomas Herrholz 2026 unter der Überschrift „Friedland braucht einen Bäcker“ ein sehr konkretes lokales Thema auf. Er weist dabei selbst darauf hin, dass eine Kommune nicht einfach einen privaten Bäckereibetrieb anordnen oder dauerhaft ersetzen kann. Er beschreibt vielmehr Möglichkeiten, Kontakte herzustellen, geeignete Rahmenbedingungen zu unterstützen und bei der Suche nach Interessenten zu vermitteln.

Dieses Beispiel ist für regionale Wirtschaftspolitik interessant, weil es die Grenzen staatlicher und kommunaler Zuständigkeit sichtbar macht. Politik kann Nachfrage nicht verordnen und ein Unternehmen nicht künstlich erfolgreich machen. Sie kann aber Hindernisse reduzieren, Standortbedingungen verbessern, Förderinformationen vermitteln und Gründungs- oder Nachfolgeprozesse unterstützen.

Genau solche Fragen stellen sich auch in anderen Orten. Wenn Nahversorgung, Handwerk oder Dienstleistungen fehlen, braucht es realistische Lösungen statt einfacher Versprechen.

Die Wirtschaftsförderung der Seenplatte bietet konkrete Unterstützung

Die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH versteht sich als Schnittstelle zwischen Landkreis, Unternehmen, Netzwerken und Förderstellen. Sie unterstützt nach eigenen Angaben Investoren, Gründer und Unternehmen und bietet unter anderem Fördermittelberatung an. Auf der aktuellen Beratungsseite werden ausdrücklich alle fünf für den Wahlkreis relevanten Amtsbereiche Friedland, Neverin, Penzliner Land, Stargarder Land und Woldegk abgedeckt.

Damit existiert bereits eine regionale Struktur, an die Betriebe anknüpfen können. Die Frage lautet nicht nur, ob Beratung vorhanden ist, sondern ob Unternehmen sie kennen und ob Förderprogramme zu ihren Investitionen passen. Gerade kleine Betriebe haben oft keine eigene Abteilung, die sich ausschließlich mit Förderanträgen und Finanzierung beschäftigt.

Eine gute Wirtschaftspolitik sollte deshalb bestehende Beratungsstrukturen nutzen und Verfahren möglichst verständlich gestalten.

Unternehmensnachfolge und Fachkräfte werden zu Schlüsselfragen

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern bietet 2026 Sprechtage zu Unternehmensnachfolge, Förderung und Finanzierung an. Das zeigt, wie relevant die Nachfolgefrage geworden ist.

Nachfolge erleichtern

Beratung, Finanzierung und frühzeitige Vermittlung können helfen, bestehende Betriebe weiterzuführen.

Ausbildung stärken

Berufsorientierung, Praktika und erreichbare Ausbildungswege können regionale Chancen sichtbarer machen.

Fachkräfte halten

Arbeitsplatz, Wohnung, Kita, Schule, Mobilität und Freizeit beeinflussen gemeinsam, ob Beschäftigte bleiben.

Bürokratie praktikabel gestalten

Kleine Unternehmen verfügen über wenig Verwaltungspersonal. Regeln sollten klar und proportional sein.

Digitalisierung ermöglichen

Glasfaser und stabile Netze sind Voraussetzung für moderne Geschäftsprozesse.

Regionale Aufträge

Wo rechtlich möglich, können transparente Vergaben regionalen Unternehmen Chancen eröffnen.

Gute Arbeit und starke Unternehmen gehören zusammen

Wirtschaftspolitik darf nicht nur auf die Zahl von Betrieben oder Investitionen schauen. Für Beschäftigte zählen Löhne, Arbeitsbedingungen, Qualifizierung und verlässliche Perspektiven. Unternehmen wiederum brauchen Produktivität, Fachkräfte und planbare Kosten. Eine nachhaltige regionale Entwicklung muss beide Seiten berücksichtigen.

Im ländlichen Raum kann die Lebensqualität zum wirtschaftlichen Standortfaktor werden. Ein Betrieb gewinnt Fachkräfte leichter, wenn Familien gute Schulen, Betreuung, medizinische Versorgung und attraktive Wohnorte vorfinden. Mobilität bestimmt, welche Arbeitsplätze erreichbar sind. Digitalisierung ermöglicht Homeoffice und neue Geschäftsmodelle.

Landespolitik kann Rahmenbedingungen verbessern, aber nicht jeden einzelnen Arbeitsplatz garantieren. Eine seriöse politische Antwort sollte deshalb benennen, welche Instrumente tatsächlich in Landeszuständigkeit liegen.

Welche wirtschaftspolitische Handschrift würde Thomas Herrholz setzen?

Aufgrund seines beruflichen Hintergrunds liegt es nahe, Herrholz nach konkreten wirtschaftspolitischen Prioritäten zu fragen. Soll Bürokratieabbau stärker über digitale Verfahren erreicht werden? Welche Rolle spielen Investitionsförderung und regionale Wirtschaftsförderung? Wie sollen Handwerk und Ausbildung unterstützt werden? Welche Instrumente helfen bei Unternehmensnachfolge?

Besonders interessant ist dabei der Blick auf die gesamte Region. Ein technologieorientiertes Unternehmen hat andere Anforderungen als ein Dorfhandwerker oder ein Einzelhändler in Friedland. Ein Kandidat für den Wahlkreis müsste diese Vielfalt abbilden.

Gute Wirtschaftspolitik für die Seenplatte sollte Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, vorhandene Betriebe stärken, Gründungen erleichtern und dafür sorgen, dass Menschen eine berufliche Zukunft in der Region sehen.

Leitfrage an Thomas Herrholz

Frage an Thomas Herrholz

Wie wollen Sie die Erfahrungen aus Ihrem Beruf und Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer in die Landespolitik einbringen, um Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen, Ausbildung und neue Arbeitsplätze im Wahlkreis 22 zu stärken?

Der berufliche Hintergrund ist belegt; konkrete wirtschaftspolitische Maßnahmen werden nicht ohne Quelle als bereits feststehende Position ausgegeben.

FAQ – häufige Fragen zum Thema

Welche berufliche Erfahrung bringt Thomas Herrholz mit?

Seine Biografie beschreibt einen Hintergrund als Elektroingenieur und langjährige unternehmerische beziehungsweise leitende Tätigkeit.

Was ist das Beispiel „Friedland braucht einen Bäcker“?

Herrholz hat 2026 einen Beitrag zur örtlichen Bäckereiversorgung veröffentlicht und darin auch die Grenzen kommunaler Zuständigkeit beschrieben.

Gibt es regionale Fördermittelberatung?

Ja. Die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte bietet entsprechende Beratung an.

Warum ist Unternehmensnachfolge wichtig?

Ohne Nachfolger können Arbeitsplätze, Ausbildung und lokale Angebote verloren gehen.

Was bedeutet „gute Arbeit“?

Es geht neben Arbeitsplätzen um verlässliche Beschäftigung, Qualifizierung, gute Bedingungen und regionale Zukunftsperspektiven.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Stand: September 2026.

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