Thomas Herrholz: Bildung, Jugend und Familien im Wahlkreis 22

THEMA 6 · WAHLKREIS 22 · LANDTAGSWAHL 2026

Bildung, Jugend und Familien – gute Chancen unabhängig vom Wohnort

Für Familien im ländlichen Raum hängen Bildungschancen nicht nur vom Unterricht ab. Schulwege, Mobilität, Betreuung, Ausbildung, digitale Infrastruktur und Beteiligung gehören zusammen. Die aktuellen Landes- und Kreisinformationen zeigen, wie viele Ebenen dabei ineinandergreifen.

Gute Chancen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen

Im Wahlkreis 22 leben Familien in Städten, kleineren Gemeinden und zahlreichen Dörfern. Die Lebensbedingungen unterscheiden sich. Wer nah an einer Schule oder einem größeren Ort wohnt, hat andere Wege als eine Familie in einem abgelegenen Ortsteil. Deshalb beginnt Bildungspolitik im ländlichen Raum bereits bei Erreichbarkeit und verlässlicher Organisation.

Für Kinder und Jugendliche zählen Unterrichtsqualität, geeignete Schulgebäude und gute pädagogische Angebote. Für Familien kommen Betreuung, Fahrtzeiten und die Vereinbarkeit von Arbeit und Alltag hinzu. Jugendliche benötigen außerdem Möglichkeiten, sich selbstständig zu bewegen, Freizeitangebote zu erreichen und berufliche Perspektiven kennenzulernen.

Eine familienfreundliche Region entsteht deshalb nicht durch eine einzelne Maßnahme. Schule, Kita, Schülerbeförderung, Jugendangebote, Ausbildung, Digitalisierung und kommunale Infrastruktur müssen zusammengedacht werden.

Das Schuljahr 2026/2027 zeigt die landesweite Dimension

Das Bildungsministerium veröffentlichte zum Schuljahresbeginn 2026/2027 aktuelle landesweite Zahlen. Danach starteten rund 13.300 Kinder als Schulanfängerinnen und Schulanfänger; für die flexible Schuleingangsphase wurden insgesamt rund 28.800 Schülerinnen und Schüler genannt. Diese Zahlen gelten für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt und dürfen nicht als Zahlen des Wahlkreises 22 verstanden werden.

Sie zeigen dennoch, dass Bildungspolitik eine dauerhaft große Landesaufgabe bleibt. Lehrergewinnung, Unterrichtsorganisation, Schulentwicklung und Investitionen müssen langfristig geplant werden. Im ländlichen Raum kommt die Frage hinzu, wie Schulstandorte und zumutbare Wege miteinander in Einklang gebracht werden können.

Eine rein quantitative Betrachtung reicht dabei nicht. Für Familien zählt, ob Unterricht verlässlich stattfindet, Ganztags- und Betreuungsangebote funktionieren und Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gute Förderung erhalten.

Schülerbeförderung ist für den Wahlkreis ein Schlüsselthema

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hält aktuelle Formulare und Informationen zur Schülerbeförderung bereit. Das zeigt, dass der Schulweg eine eigene organisatorische Aufgabe ist. In einem ländlichen Wahlkreis kann er einen erheblichen Teil des Tages ausmachen.

Fahrzeiten sollten möglichst verlässlich mit Unterrichtszeiten abgestimmt sein. Wenn Schulschluss, Busfahrplan und Nachmittagsangebote nicht zusammenpassen, können Kinder und Jugendliche Angebote nicht nutzen oder sind auf Elterntaxis angewiesen. Das betrifft auch Arbeitsgemeinschaften, Sport und andere Bildungs- oder Freizeitangebote.

Jugendmobilität geht zugleich über die Schülerbeförderung hinaus. Thomas Herrholz hat 2026 selbst einen Beitrag zur selbstständigen Mobilität junger Menschen im ländlichen Raum veröffentlicht.

Familienfreundlichkeit besteht aus mehreren Bausteinen

Betreuung

Verlässliche Kita- und Betreuungsangebote helfen Kindern und Eltern. Öffnungszeiten müssen möglichst mit realen Arbeitswegen vereinbar sein.

Schulwege

Schülerbeförderung sollte verlässlich, sicher und zeitlich zumutbar sein.

Jugendangebote

Jugendliche brauchen Orte und Aktivitäten außerhalb der Schule und Möglichkeiten, diese selbstständig zu erreichen.

Ausbildung

Regionale Betriebe und Berufsschulen bieten Perspektiven. Informationen und Praktika können regionale Chancen sichtbarer machen.

Digitale Chancen

Leistungsfähiges Internet unterstützt Lernen, Kommunikation und berufliche Orientierung.

Beteiligung

Kinder und Jugendliche sollten bei Entscheidungen, die ihren Alltag betreffen, altersgerecht und tatsächlich wirksam beteiligt werden.

Kinder- und Jugendbeteiligung ist eine landespolitische Aufgabe

Das Sozialministerium informiert über die Kinder- und Jugendbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern und die gesetzlichen Grundlagen dafür. Der Ansatz ist wichtig: Junge Menschen sind nicht nur Empfänger von Bildungs- und Jugendpolitik, sondern sollen bei Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen.

Das kann auf kommunaler Ebene sehr konkret werden. Welche Treffpunkte fehlen? Welche Wege fühlen sich unsicher an? Wie gut funktionieren Busverbindungen? Welche Freizeitangebote sind erreichbar? Jugendliche kennen ihren Alltag aus einer Perspektive, die Erwachsene nicht vollständig ersetzen können.

Beteiligung muss dabei nachvollziehbar sein. Wenn junge Menschen regelmäßig befragt werden, ohne dass sichtbar wird, was mit ihren Vorschlägen geschieht, kann das Vertrauen schwächen. Gute Beteiligung braucht deshalb verständliche Verfahren, Rückmeldungen und reale Einflussmöglichkeiten.

Welche Perspektive bietet die Region nach der Schule?

Familienpolitik und Jugendpolitik haben auch eine wirtschaftliche Dimension. Jugendliche fragen sich, ob sie nach Schulabschluss eine Ausbildung, ein Studium oder einen Arbeitsplatz in erreichbarer Nähe finden. Nicht jeder wird in der Heimatregion bleiben. Wichtig ist aber, dass Bleiben oder Zurückkehren eine reale Option ist.

Dazu braucht es attraktive Ausbildungsbetriebe, funktionierende Berufsschulwege, Wohnraum, digitale Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten. Unternehmen wiederum benötigen Nachwuchs und Fachkräfte. Gute Jugendpolitik kann deshalb mit regionaler Wirtschaftspolitik verbunden werden, ohne junge Menschen nur als künftige Arbeitskräfte zu betrachten.

Für Thomas Herrholz stellt sich die Frage, welche landespolitischen Schwerpunkte er bei Bildung, Mobilität und Jugendbeteiligung setzen würde. Auf dieser Seite wird ihm kein fertiges Familien- oder Bildungsprogramm zugeschrieben.

Leitfrage an Thomas Herrholz

Frage an Thomas Herrholz

Wie wollen Sie dazu beitragen, dass Kinder, Jugendliche und Familien im gesamten Wahlkreis 22 – unabhängig davon, ob sie in einer Stadt oder einem kleinen Dorf leben – gute Bildungs-, Mobilitäts- und Zukunftschancen erhalten?

Die regionale Ausgangslage führt bewusst zu einer offenen Frage und nicht zu einem erfundenen Wahlversprechen.

FAQ – häufige Fragen zum Thema

Gelten die genannten Schülerzahlen für Wahlkreis 22?

Nein. Die Zahlen gelten für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt.

Wer organisiert die Schülerbeförderung?

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte stellt die aktuellen Informationen und Antragsunterlagen bereit.

Hat Thomas Herrholz Jugendmobilität selbst angesprochen?

Ja. Er hat 2026 einen Beitrag über selbstständige Mobilität junger Menschen im ländlichen Raum veröffentlicht.

Warum gehört Jugendbeteiligung zum Thema?

Weil viele Entscheidungen über Verkehr, Freizeit, Schule und öffentliche Räume den Alltag junger Menschen direkt betreffen.

Was ist die zentrale Frage?

Wie Bildung, Mobilität, Betreuung, Jugendangebote und regionale Zukunftsperspektiven so verbunden werden können, dass der Wohnort nicht über Chancen entscheidet.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Stand: September 2026.

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