Thomas Herrholz: Starke Kommunen und gesunde Dörfer | Wahlkreis 22
THEMA 1 · WAHLKREIS 22 · LANDTAGSWAHL 2026
Starke Kommunen und gesunde Dörfer – welche Spielräume brauchen die 32 Städte und Gemeinden?
Im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte V entscheidet sich Lebensqualität vielfach auf kommunaler Ebene. Diese Landingpage betrachtet die finanzielle und organisatorische Handlungsfähigkeit der Gemeinden und trennt dabei belegte Erfahrungen von Thomas Herrholz klar von der offenen politischen Frage an ihn.
Starke Kommunen sind die Grundlage eines starken ländlichen Raumes
Der Wahlkreis 22 – Mecklenburgische Seenplatte V umfasst die fünf Ämter Friedland, Neverin, Penzliner Land, Stargarder Land und Woldegk mit insgesamt 32 Städten und Gemeinden. Hinter dieser Zahl stehen sehr unterschiedliche örtliche Strukturen: Städte wie Friedland, Penzlin, Burg Stargard und Woldegk, kleinere Gemeinden und zahlreiche Dörfer und Ortsteile. Was die Menschen vor Ort als funktionierende Politik erleben, zeigt sich deshalb häufig sehr konkret: an Straßen und Wegen, Feuerwehrhäusern, Sportstätten, Kindertagesstätten, Verwaltungsangeboten, Begegnungsorten oder der Frage, ob eine Gemeinde ein wichtiges Projekt überhaupt finanzieren und umsetzen kann.
Gerade kleinere Gemeinden haben dabei andere Voraussetzungen als größere Städte. Verwaltungskapazitäten sind begrenzt, Förderanträge können viel Arbeit verursachen und Eigenanteile belasten kommunale Haushalte. Gleichzeitig müssen laufende Aufgaben zuverlässig erfüllt werden. Ein einmal gefördertes Projekt kann zudem Folgekosten für Unterhaltung, Energie, Personal oder spätere Sanierungen auslösen. Kommunale Stärke besteht deshalb nicht nur darin, einzelne Investitionen zu ermöglichen. Entscheidend ist, ob eine Gemeinde langfristig planen, Prioritäten setzen und ihre Infrastruktur dauerhaft tragen kann.
Für den Wahlkreis ist diese Frage besonders wichtig, weil ländliche Lebensqualität eng mit erreichbaren Einrichtungen und aktiven Dörfern verbunden ist. Wenn kommunale Spielräume zu klein werden, betrifft das nicht abstrakte Haushaltszahlen, sondern ganz praktische Möglichkeiten der örtlichen Entwicklung.
Thomas Herrholz kennt die kommunale Ebene aus eigener Verantwortung
Thomas Herrholz wird im Behördenverzeichnis Mecklenburg-Vorpommern aktuell als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Galenbeck geführt. Seine eigene Biografie beschreibt darüber hinaus langjährige kommunalpolitische und ehrenamtliche Erfahrung. Damit ist der Blick auf kommunale Handlungsmöglichkeiten für ihn nicht nur ein theoretisches Thema. Er kennt aus eigener Verantwortung die Ebene, auf der Beschlüsse vorbereitet, Haushaltsfragen abgewogen und Projekte mit Verwaltung, Gemeindevertretung und Einwohnern umgesetzt werden müssen.
Aus dieser biografischen Erfahrung darf jedoch nicht automatisch ein bestimmtes landespolitisches Programm abgeleitet werden. Ein Bürgermeisteramt belegt kommunale Praxis, sagt aber noch nicht, welche Änderungen Herrholz als möglicher Landtagsabgeordneter bei Finanzausgleich, Förderverfahren oder kommunalen Standards konkret verfolgen würde. Genau deshalb ist die Unterscheidung zwischen belegter Erfahrung und politischer Frage wichtig.
Für die Kampagne ergibt sich daraus ein sachlicher Ansatz: Die kommunale Erfahrung ist ein belegter Ausgangspunkt. Die Frage, wie das Land die 32 Städte und Gemeinden des Wahlkreises finanziell und organisatorisch stärken sollte, richtet sich offen an Thomas Herrholz.
Aktuelle Investitionsförderung zeigt, wie eng Land und Kommunen verbunden sind
Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern beschreibt seine kommunale Investitionsförderung mit dem Ziel, eine leistungsfähige kommunale Infrastruktur zu schaffen. Die aktuellen Informationen nennen unter anderem Sonderbedarfszuweisungen sowie Auswahlkriterien für Feuerwehrhäuser, Feuerwehrfahrzeuge, Sporteinrichtungen, Kindertagesstätten und Vorhaben der Verwaltungskooperation. Damit wird deutlich, dass Landesentscheidungen ganz unmittelbar beeinflussen können, welche kommunalen Projekte realisierbar werden.
Förderprogramme sind dabei wichtig, lösen aber nicht jede strukturelle Frage. Eine Gemeinde benötigt Personal und Zeit, um Anträge vorzubereiten, Planungen zu begleiten und Verwendungsnachweise zu erstellen. Sie muss häufig Eigenmittel aufbringen und anschließend den Betrieb der geförderten Infrastruktur sichern. Für kleine Kommunen kann deshalb nicht nur die Höhe einer Förderung entscheidend sein, sondern auch die Verständlichkeit des Verfahrens, die Planbarkeit und die Frage, ob Anforderungen zur tatsächlichen Verwaltungskraft passen.
Ebenso wichtig ist die kommunale Grundfinanzierung. Gemeinden brauchen Spielraum auch für Aufgaben, die nicht in ein aktuelles Förderprogramm passen. Eine starke kommunale Selbstverwaltung bedeutet, dass örtliche Prioritäten nicht ausschließlich davon abhängen, ob gerade ein spezieller Fördertopf geöffnet ist.
Was „gesunde Dörfer“ konkret bedeuten kann
Der Begriff „gesunde Dörfer“ lässt sich für den Wahlkreis sehr praktisch übersetzen. Es geht nicht darum, überall dieselbe Infrastruktur vorzuhalten. Vielmehr braucht jede Gemeinde eine realistische Perspektive, wie Lebensqualität, Gemeinschaft und notwendige Dienstleistungen gesichert werden können.
Handlungsfähige Gemeinde
Gemeindevertretungen brauchen finanzielle und organisatorische Spielräume, um eigene Prioritäten zu setzen und auf örtliche Probleme reagieren zu können.
Verständliche Förderung
Förderprogramme sollten auch für kleinere Verwaltungen praktikabel sein. Klare Regeln und angemessene Fristen helfen, gute Vorhaben tatsächlich umzusetzen.
Infrastruktur erhalten
Nicht nur Neubauten zählen. Straßen, Gebäude, Treffpunkte, Sportanlagen und andere bestehende Einrichtungen müssen dauerhaft unterhalten werden können.
Zusammenarbeit ermöglichen
Wo gemeinsame Lösungen sinnvoll sind, können Ämter und Gemeinden Angebote, Technik oder Verwaltungskompetenz teilen, ohne die örtliche Verantwortung aufzugeben.
Ehrenamt nicht überfordern
Vereine, Feuerwehren und Initiativen tragen viel. Kommunale Daseinsvorsorge darf jedoch nicht stillschweigend auf immer mehr unbezahlte Arbeit verlagert werden.
Folgekosten mitdenken
Eine Investition ist nur nachhaltig, wenn Betrieb, Personal, Energie und spätere Instandhaltung von Anfang an realistisch berücksichtigt werden.
Stadt und Dorf brauchen unterschiedliche Lösungen – aber gleiche Chancen
Im Wahlkreis 22 gibt es keine Einheitslösung. Eine Stadt wie Friedland hat andere Aufgaben und Infrastrukturen als eine kleine Gemeinde im selben Amtsbereich. Auch Penzlin, Burg Stargard und Woldegk erfüllen Funktionen für ihr Umland. Gleichzeitig brauchen kleinere Dörfer erreichbare Angebote, eine funktionierende Basisinfrastruktur und Möglichkeiten für Gemeinschaft.
Deshalb kann Zusammenarbeit sinnvoll sein. Nicht jede Gemeinde muss jede spezialisierte Leistung selbst anbieten. Gemeinsame Verwaltungsleistungen, abgestimmte Beschaffung oder überörtliche Einrichtungen können Ressourcen sparen. Voraussetzung ist jedoch, dass Kooperation nicht mit einem schleichenden Rückzug aus der Fläche verwechselt wird. Wenn Angebote gebündelt werden, muss ihre Erreichbarkeit mitgedacht werden. Mobilität, Digitalisierung und kommunale Entwicklung hängen hier unmittelbar zusammen.
Ein fairer Maßstab ist deshalb nicht, ob jede Gemeinde identische Strukturen besitzt. Entscheidend ist, ob Menschen unabhängig von ihrem Wohnort verlässliche Chancen auf Daseinsvorsorge, Beteiligung und örtliche Entwicklung haben.
Ein konkreter Maßstab für Landespolitik
Für einen Landtagsabgeordneten wäre die kommunale Perspektive bei vielen Gesetzen und Haushaltsentscheidungen relevant. Neue Standards können fachlich sinnvoll sein, verursachen aber möglicherweise zusätzlichen Aufwand. Förderprogramme können Investitionen auslösen, müssen aber administrativ beherrschbar bleiben. Finanzielle Entscheidungen des Landes wirken sich auf die Fähigkeit der Gemeinden aus, eigene Aufgaben zu erfüllen.
Deshalb sollte eine konkrete Antwort auf die kommunalpolitische Leitfrage mehr enthalten als den allgemeinen Satz, Kommunen seien wichtig. Interessant wäre, welche Prioritäten Thomas Herrholz bei kommunaler Finanzierung, Fördervereinfachung, Verwaltungskooperation und der besonderen Situation kleiner ländlicher Gemeinden setzen würde. Ebenso relevant ist, wie Erfahrungen aus Galenbeck in die Landespolitik einfließen könnten, ohne daraus vorschnell Lösungen für alle 32 Gemeinden abzuleiten.
Starke Kommunen sind letztlich kein Selbstzweck. Sie ermöglichen vor Ort Entscheidungen, Investitionen und Beteiligung. Genau diese Handlungsfähigkeit entscheidet mit darüber, ob Menschen ihre Dörfer und Städte als Orte mit Zukunft erleben.
Leitfrage an Thomas Herrholz
Wie wollen Sie sich im Landtag dafür einsetzen, dass die 32 Städte und Gemeinden im Wahlkreis 22 trotz begrenzter Haushalte und kleiner Verwaltungen genügend finanziellen und organisatorischen Handlungsspielraum behalten, um ihre Dörfer und Städte eigenständig weiterzuentwickeln?
Die Leitfrage ist bewusst als Frage formuliert. Sie beschreibt eine konkrete politische Aufgabe des Wahlkreises und wird nicht als bereits gegebenes Wahlversprechen von Thomas Herrholz dargestellt.
FAQ – häufige Fragen zum Thema
Wie viele Städte und Gemeinden umfasst der Wahlkreis 22?
Der Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte V umfasst die fünf Ämter Friedland, Neverin, Penzliner Land, Stargarder Land und Woldegk mit insgesamt 32 Städten und Gemeinden.
Ist Thomas Herrholz aktuell Bürgermeister?
Ja. Das Behördenverzeichnis Mecklenburg-Vorpommern führt Thomas Herrholz als ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Galenbeck.
Welche Rolle spielt das Land bei kommunalen Investitionen?
Das Land setzt rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen und stellt verschiedene Förderinstrumente bereit. Die konkrete Planung und Umsetzung bleibt Aufgabe der zuständigen Kommunen.
Muss jede kleine Gemeinde jede Einrichtung selbst vorhalten?
Nein. Interkommunale Zusammenarbeit kann sinnvoll sein, wenn Leistungen dadurch zuverlässig, wirtschaftlich und erreichbar organisiert werden.
Was ist die zentrale politische Frage?
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen das Land schaffen sollte, damit auch kleinere Gemeinden dauerhaft eigenständig planen und handeln können.
Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen
- Behördenverzeichnis M-V – Gemeinde Galenbeck
- Innenministerium M-V – Kommunale Investitionsförderung
- Thomas Herrholz – veröffentlichte Biografie
- Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – Wahlen
Stand: September 2026.

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