Thomas Herrholz: Demokratie, Ehrenamt und Zusammenhalt | Wahlkreis 22

THEMA 10 · WAHLKREIS 22 · LANDTAGSWAHL 2026

Demokratie, Ehrenamt und gesellschaftlicher Zusammenhalt – wie bleibt Politik nah an den Menschen?

Gemeindevertretungen, Feuerwehren, Vereine und Initiativen tragen das Leben in den Städten und Dörfern des Wahlkreises. Thomas Herrholz verbindet seine Kandidatur in der eigenen Biografie mit kommunaler und ehrenamtlicher Erfahrung. Aktuelle Landesprogramme unterstützen Engagement. Die entscheidende Frage bleibt, wie daraus dauerhafte Beteiligung und politische Erreichbarkeit entstehen.

Demokratie findet nicht nur am Wahltag statt

Die Landtagswahl am 20. September 2026 entscheidet über die Zusammensetzung des neuen Landtags. Demokratie endet aber nicht mit der Stimmabgabe. In einem ländlichen Wahlkreis zeigt sie sich jeden Tag dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen: in Gemeindevertretungen, Vereinen, Feuerwehren, Elternvertretungen, Kulturinitiativen, Sportgemeinschaften und vielen weiteren Strukturen.

Diese Formen des Engagements erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Manche sichern konkrete Daseinsvorsorge, andere schaffen Gemeinschaft, Kultur oder Freizeit. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Menschen miteinander verbinden und Möglichkeiten eröffnen, den eigenen Ort mitzugestalten.

Politischer Zusammenhalt entsteht deshalb nicht allein durch Appelle. Menschen müssen erleben, dass Beteiligung möglich ist, Entscheidungen erklärt werden und Ansprechpartner erreichbar bleiben. Gerade in einem Wahlkreis mit 32 Städten und Gemeinden ist das eine organisatorische Herausforderung.

Thomas Herrholz hat einen belegten kommunalen und ehrenamtlichen Hintergrund

Das Behördenverzeichnis Mecklenburg-Vorpommern führt Thomas Herrholz aktuell als ehrenamtlichen Bürgermeister von Galenbeck. Auf seiner eigenen Biografieseite beschreibt er zudem langjährige Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr und kommunalpolitisches Engagement. Diese Erfahrungen sind für das Thema Demokratie und Ehrenamt unmittelbar relevant.

Herrholz verbindet seine Kandidatur auf seiner Website außerdem mit Aussagen über Politik und Demokratie. Solche Selbstaussagen zeigen seine persönliche Motivation, ersetzen aber noch keine konkrete Antwort darauf, wie er als möglicher Landtagsabgeordneter den regelmäßigen Kontakt zu allen fünf Amtsbereichen organisieren würde.

Deshalb ist auch hier die Trennung wichtig: Die Erfahrung ist belegt. Welche parlamentarische Arbeitsweise, Beteiligungsformate oder ehrenamtspolitischen Prioritäten daraus folgen würden, bleibt eine politische Frage an ihn.

Ehrenamt wird landesweit strukturell unterstützt

Das Sozialministerium beschreibt Ehrenamt als wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern. Nach den aktuellen Landesinformationen engagiert sich ungefähr ein Drittel der Bevölkerung ab 14 Jahren freiwillig. Das Land unterstützt verschiedene Strukturen, darunter MitMachZentralen, die Ehrenamtskarte und weitere Angebote.

Die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern stellt Beratung und Förderung bereit. Mit dem Programm „Gutes tun in MV“ können auch 2026 Projekte unterstützt werden. Für das laufende Förderjahr nennt die Stiftung aktuell eine Antragsfrist bis zum 30. September 2026. Solche Fördermöglichkeiten können Vereinen und Initiativen helfen, konkrete Vorhaben umzusetzen.

Finanzielle Förderung allein genügt jedoch nicht. Ehrenamtliche benötigen häufig Beratung zu Versicherung, Vereinsrecht, Datenschutz, Förderanträgen oder Veranstaltungsorganisation. Gerade kleine Vereine können durch komplizierte Verfahren überfordert werden.

MitMachZentralen können den Zugang zum Engagement erleichtern

Das Land informiert über MitMachZentralen und Freiwilligenagenturen als Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement. Sie können Menschen, die sich engagieren möchten, mit Organisationen zusammenbringen und Vereine bei Fragen unterstützen. Solche Vermittlungsstrukturen sind besonders hilfreich, wenn jemand bereit ist mitzumachen, aber keinen direkten Zugang zu einem Verein oder Projekt hat.

Für den ländlichen Raum ist zudem wichtig, dass Beratung nicht nur in größeren Städten wahrnehmbar bleibt. Digitale Beratung, mobile Angebote oder Kooperation mit kommunalen Ansprechpartnern können dabei helfen, auch kleinere Orte zu erreichen.

Engagement ist freiwillig. Deshalb sollte Politik vermeiden, immer neue öffentliche Aufgaben selbstverständlich auf Ehrenamtliche zu übertragen. Unterstützung bedeutet nicht, Ehrenamt als kostengünstigen Ersatz für notwendige professionelle Strukturen zu behandeln.

Was Ehrenamtliche im Alltag wirklich brauchen

Weniger komplizierte Verfahren

Förderanträge und Nachweise sollten nachvollziehbar und proportional zur Höhe eines Projekts sein.

Beratung

Recht, Versicherung, Datenschutz und Finanzierung können komplex sein. Gut erreichbare Beratung schützt vor vermeidbaren Fehlern.

Räume und Infrastruktur

Vereine und Initiativen benötigen Treffpunkte, Sportstätten, Geräte oder Lagerflächen.

Nachwuchs

Vereine müssen junge Menschen ansprechen und Verantwortung schrittweise übertragen können.

Anerkennung

Wertschätzung darf nicht bei Symbolen enden. Gute Rahmenbedingungen sind praktische Anerkennung.

Verlässliche Ansprechpartner

Wer ein Projekt plant oder ein Problem lösen will, sollte wissen, welche Stelle zuständig ist.

Bürgernähe braucht eine konkrete Arbeitsweise

Für einen Politiker ist Bürgernähe leicht zu versprechen, aber anspruchsvoll zu organisieren. Der Wahlkreis umfasst fünf Amtsbereiche. Regelmäßige Präsenz könnte beispielsweise über wechselnde Sprechstunden, Besuche in Gemeinden, öffentliche Gesprächsformate und digitale Kontaktmöglichkeiten organisiert werden. Welche Form Thomas Herrholz konkret bevorzugt, sollte er selbst festlegen.

Wichtig wäre Verlässlichkeit. Bürger sollten wissen, wann und wie ein Ansprechpartner erreichbar ist und was mit Anliegen geschieht. Nicht jedes Problem kann ein Landtagsabgeordneter lösen. Glaubwürdigkeit entsteht auch dadurch, Zuständigkeiten offen zu benennen, an die richtige Stelle zu vermitteln und Rückmeldungen zu geben.

Bürgernähe bedeutet zudem, nicht nur mit organisierten Interessengruppen zu sprechen. Jugendliche, ältere Menschen, Berufstätige, Familien und Menschen ohne Vereinsbindung brauchen ebenfalls Möglichkeiten, ihre Perspektive einzubringen.

Demokratischer Zusammenhalt braucht Streitfähigkeit und nachvollziehbare Entscheidungen

Eine demokratische Gesellschaft muss unterschiedliche Interessen aushalten. Landwirtschaft und Naturschutz, Windenergie und Landschaft, kommunale Ausgaben und begrenzte Haushalte oder der Wunsch nach mehr Angeboten und die Realität langer Wege können zu echten Konflikten führen. Politik sollte diese Konflikte nicht künstlich kleinreden.

Zusammenhalt bedeutet nicht, dass alle dieselbe Meinung haben. Er bedeutet, dass Entscheidungen in fairen Verfahren getroffen werden, dass Minderheiten respektiert werden und dass politische Gegner nicht zu persönlichen Feinden werden. Gerade auf lokaler Ebene ist das wichtig, weil Menschen sich nach einer kontroversen Sitzung am nächsten Tag wieder im Verein, beim Einkauf oder in der Feuerwehr begegnen.

Für Thomas Herrholz schließt sich damit der Kreis dieser Kampagne. Viele der vorherigen zehn Themen funktionieren nur dann gut, wenn Gemeinden, Bürger, Verbände und Politik miteinander sprechen. Die letzte Leitfrage fragt deshalb nicht nach einem einzelnen Förderprogramm, sondern nach der politischen Arbeitsweise und den Rahmenbedingungen, die Engagement und Vertrauen stärken können.

Leitfrage an Thomas Herrholz

Frage an Thomas Herrholz

Wie wollen Sie als möglicher Landtagsabgeordneter den Kontakt zu den Menschen in allen fünf Ämtern dauerhaft organisieren und zugleich Ehrenamt, Bürgerbeteiligung und demokratischen Zusammenhalt in den Städten und Dörfern des Wahlkreises 22 stärken?

Die konkrete spätere Arbeitsweise wird nicht vorweggenommen, sondern ausdrücklich als Frage an den Kandidaten formuliert.

FAQ – häufige Fragen zum Thema

Welche ehrenamtliche Erfahrung ist bei Thomas Herrholz belegt?

Das Behördenverzeichnis führt ihn als ehrenamtlichen Bürgermeister von Galenbeck. Seine Kandidatenbiografie beschreibt außerdem langjähriges Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr und Kommunalpolitik.

Welche Unterstützung für Ehrenamt gibt es im Land?

Das Land verweist unter anderem auf die Ehrenamtsstiftung, MitMachZentralen, die Ehrenamtskarte und weitere Förder- und Beratungsangebote.

Was ist „Gutes tun in MV“?

Es ist ein Förderprogramm der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Was bedeutet Bürgernähe bei einem großen Wahlkreis?

Bürgernähe braucht erreichbare Kontaktwege, regelmäßige Formate, Präsenz in unterschiedlichen Orten und Rückmeldungen zu Anliegen.

Ist gesellschaftlicher Zusammenhalt dasselbe wie politische Einigkeit?

Nein. Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen. Zusammenhalt bedeutet, fair zu streiten, demokratische Regeln zu respektieren und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Stand: September 2026.

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